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Erste macht Riesensprung in Richtung Oberliga       

Das Projekt „Oberliga-Rückkehr“ der Tischtennis-Abteilung der SG Anspach hat seit dem vergangenen Wochenende deutliche Konturen angenommen.

Dank eines deutlichen 9:2-Sieges in Erbenheim und einem überaus spannenden 9:7-Erfolg im Spitzenspiel bei Darmstadt 98 steht das Sextett um Mannschaftsführer Marc Rindert nunmehr mit fünf Punkten Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz an der Tabellenspitze.

 

 

Unerwartet leichtes Spiel hatte die SGA am Samstag beim TV Erbenheim. Der Gastgeber trat mit sage und schreibe fünf Ersatzleuten an. So konnte es unser Team auch verkraften, daß Youngster Jens Schabacker leicht angeschlagen geschont werden mußte.

Für ihn rückte Florian Jünger ins Team, der sich mit einem Doppel- und einem Einzelerfolg auch hervorragend einfügte.

Ansonsten ist das Spiel schnell erzählt, lediglich Marc Rindert und Thomas Weidmann sorgten mit ihren Niederlagen für Ergebniskosmetik aus Sicht der Erbenheimer.

Am Sonntag stand dann das mit Spannung erwartete Spitzenspiel beim SV Darmstadt 98 an. Rund 50 (!!) Fans begleiteten das Team auf diesem schweren Gang. So herrschte dann in der für Tischtennis-Spiele ganz hervorragend geeigneten Sporthalle eine für Hessenliga-Verhältnisse auch einmalige Stimmung. Auch die Gastgeber aus Darmstadt hatten für dieses Spiel geworben und fanden sich mit rund 25 Fans in der Halle ein.

Die Doppel begannen für die SGA genau nach ihrem Geschmack. 

Der fast vollständig wieder hergestellte Jens Schabacker sorgte mit seinem Partner Thomas Weidmann schon für den ersten Paukenschlag und sie besiegten das Spitzendoppel der Lilien mit 3:2 Sätzen.

 

Marc Rindert und Viktor Tolkaceus taten es ihnen gleich und siegten mit dem gleichen Ergebnis.

Das dritte Doppel mit Marc Rode und David Jüttner , welches nach den Planungen möglichst einen Punkt holen sollte, geriet mit 0:3 deutlich unter die Räder und ließ den Anschluß für die Darmstädter zu.

Im Anschluß trumpfte die SGA aber groß auf. Jens Schabacker lief gegen Michal Kuternozinski zur Bestform auf und setzte sich mit 3:1-Sätzen durch. Zahlreiche großartige Ballwechsel der beiden Top-Spieler sorgten für einen ebensolche Stimmung unter den Zuschauern auf beiden Seiten.

Als kurz darauf auch Marc Rindert mit dem gleichen Ergebnis gegen Yübo Wang gewinnen konnte, waren die Anspacher sogar auf 4:1 davon gezogen. Beim Stande von 5:3 im ersten Satz gelang Rindert dabei ein unglaublicher Ball mit einer mehr als kurios anmutenden Flugkurve, der von beiden Seiten der Zuschauer frenetisch bejubelt wurde. Rindert selbst schien dieser Ball zu sehr euphorisiert haben, denn im folgenden machte er bis zum Satzgewinn von Wang keinen Punkt mehr. Marc fing sich dann aber wieder und konnte letztlich recht sicher das Spiel für sich entscheiden.

Viktor Tolkaceus war als nächstes an der Reihe. Gegen Abwehrspieler Olav Heine, bei dem es immer eine Freude ist, zuzuschauen, lag unser Lette zunächst mit 0:2 Sätzen in Rückstand. Dann aber hatte Viktor das Mittel zum Sieg gefunden und spielte fortan konsequenteres Tischtennis. Mit 3:2 besiegte er Heine schließlich und stellte auf 5:1 für unser Team.

Youngster Marc Rode agierte in seinem Match gegen den jüngsten Spieler der Gäste, Christoph Bertaloth, zunächst einwandfrei. Nach großem Vorsprung ließ er den Lilien-Sportler aber wieder rankommen, konnte den ersten Satz aber dennoch für sich entscheiden. Gleiches Bild im zweiten Satz. Wieder agierte Rode mehr oder weniger nach Belieben und hatte beim Stande von 10:4 sechs Satzbälle.

Rode nahm nun unnötig das Tempo raus, Bertaloth hingegen spielte nun wesentlich druckvoller und konnte schlußendlich nicht nur ausgleichen, sondern auch den Satz für sich entscheiden.

 

 

Ein eigentlich unnötiger Bruch ging nun durch das Spiel von Rode. Während er Satz drei noch irgendwie „nach Hause bringen“ konnte, ging Satz vier an den Darmstädter. Im Schlußsatz besann sich der 13-jährige SGA’ler dann aber wieder auf seine Stärken und rang seinen Widersacher mit 11:7 nieder. Das 6:1 war somit geschafft.

Daß das Spiel aber so nicht weitergehen konnte, war den Verantwortlichen und den Fans in der Halle klar. Zu stark präsentierte sich auch das hintere Paarkreuz der Lilien. Zwei schnelle Siege bedeuteten das 6:3.

Ähnlich kurzen Prozeß machte Michal Kuternozinski mit unserem Top-Spieler Marc Rindert. Nun stand es nur noch 6:4 und der Anschluß der Darmstädter war hergestellt.

Eigentlich hatte man nach der Galavorstellung Schabackers im ersten Einzel nun auch mit einem Erfolg im zweiten Einzel gerechnet, doch es kam anders. Zwar sicherte sich Jens den ersten Satz und lag auch im Zweiten vorne, doch dann ging überraschend so gut wie nichts mehr. Wang sicherte sich Satz 2-4 und stellte auf 6:5 im Gesamtstand.

Den endgültigen Ausgleich markierte dann Olav Heine, der für unseren Jüngsten Marc Rode noch eine Hausnummer zu groß darstellte.

Es knisterte nun in der Sporthalle unter den knapp 100 Aktiven und Zuschauern. Viktor Tolkaceus mußte seine zweite Einzelbegegnung unbedingt gewinnen, war man doch im Anspacher Lager nach den deutlichen Siegen im hinteren Paarkreuz gewarnt. Und als Verlierer wollte man die Halle nach dem 6:1-Vorsprung auch keinesfalls verlassen.

Und auf Viktor war an diesem Tage Verlaß. Trotz eines Zwischenstandes von 1:1-Sätzen ließ er sich nicht beeindrucken und siegte noch souverän in vier Sätzen.

Thomas Weidmann sah man bei seinem zweiten Einsatz an, daß er unbedingt den achten Punkt für sein Team besorgen wollte. Von Anfang an ging Thomas konsequent an die Sache ran, hatte sicherlich auch an der ein oder anderen Stelle ein Quentchen Glück und siegte unter großem Jubel des Anhangs mit 3:0 Sätzen. Das Minimalziel, ein Punktgewinn, war somit also nun erreicht. Aber das Team wollte mehr.

David Jüttner agierte zwar sehr engagiert, aber irgendwie wollte es an diesem Tage nicht gelingen. Erneut mußte er sich mit 0:3-Sätzen beugen und ermöglichte den Gastgebern somit die Möglichkeit, im Schlussdoppel den Ausgleich zu markieren.

Marc und Viktor zeigten aber sofort, daß sie damit nicht einverstanden sind. Viktor lief zur absoluten Höchstform auf und ließ seine Widersacher mit vielen direkten Return-Punkten schier verzweifeln.

Nach knapp vier Stunden war es dann soweit und der Matchball zum 9:7 wurde frenetisch bejubelt.

Ein spannender und kurzweiliger Tischtennis-Nachmittag hatte sein Ende gefunden. Unser Team hat sich sicherlich mit ein wenig Glück aber auch ganz viel Geschick bei den Lilien durchgesetzt. Die Tür zur Oberliga ist damit sperrangelweit geöffnet und man muß nur noch hindurch marschieren.

Ein Dank auch im Namen der Mannschaft an die zahlreichen Fans für die sensationelle Unterstützung. Sicherlich hatte dieser Umstand auch seinen Anteil am Gesamterfolg.

Bericht Taunuszeitung 24.02.2009

 

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