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Frank Schuler – ein SGAler durch und durch

 

  

„Derzeit entscheide ich von Jahr zu Jahr“, sagt Frank Schuler auf die Frage, wie lange er noch das Tischtennis-Trikot tragen werde. Dass das beim beileibe nicht heißt, dass er morgen aufhören wird, weiß man, wenn man den 49-jährigen länger kennt.

 

Und eigentlich müsste das jeder in der Anspacher Tischtennis-Abteilung wissen, denn Schuler ist nicht nur die derzeitige Nummer eins in der Kleeblatt-Stadt, sondern auch seit vielen Jahrzehnten aktives Mitglied. Nur Anfang der Neunziger zog es ihn mal für ein Jahr zur Usinger TSG, ehe er wieder dorthin zurückkehrte, wo es ihm offensichtlich auch am besten gefallen hat.

 

 

Und auch heute noch tut. Das zeigen seine stets kämpferischen Einsätze, für die er seit unzähligen Jahren bekannt ist. So zählt der „Franz“, wie er mannschaftsintern genannt wird, dies auch zu seinen unverwechselbaren Stärken. „Für meinen Kampfgeist bin ich ja bekannt“, grinst er bekannt verschmitzt. Und fasst anschließend noch zusammen: „Das zeigt auch meine Verbundenheit zur Sportart, aber auch zur SGA. Um sich so reinzuhängen, muss man einfach von einer Sache überzeugt sein. Generell bin ich heimatverbunden und bodenständig, daher besteht für mich auch kein Anlass für einen Vereinswechsel. Zudem finde ich in Anspach hochklassige Trainingspartner vor“.

 

Bereits seit 1975 schwingt der Linkshänder mit den gefürchteten langen Noppen auf der

Rückhand den Schläger. Das ist eine äußerst lange Zeit im Vergleich zu der heutigen Schnelllebigkeit. Aber irgendwie passt es auch zu Frank Schuler, denn diese „heimische“ Umgebung ist das, was er braucht, um erfolgreich zu sein. So führte ihn sein jahrelanger Werdegang bis in die Oberliga Hessen, was immerhin die deutschlandweit betrachtet vierthöchste Spielklasse ist. Und auch im Einzel war Frank schon äußerst erfolgreich. Kreistitel oder dergleichen zählt er dabei aber gar nicht auf, sondern kommt gleich mit einem echten Knaller daher. „Mein größter Erfolg ist unzweifelhaft der 17. Platz bei der Senioren-Weltmeisterschaft in Bremen. Das war ein echtes Erlebnis, sowohl sportlich als auch von der ganzen Veranstaltung her. Das muss man einfach mal erlebt haben“, gerät er auch heute noch ins Schwärmen.

 

Zu diesen großen Siegen gehören aber auch immer wieder Niederlagen und mit diesen umzugehen ist weiterhin eine seiner wenigen Schwächen: „Auch im etwas gesetzteren Alter fällt es mir weiterhin schwer, mit den Misserfolgen umzugehen“, gibt Schuler preis. Allerdings zeigt dies auch, mit welchem Ehrgeiz er die Sache auch nach fast vierzig Jahren noch angeht. So erzählt er uns auch von einem seiner bittersten Momente, als er einst im letzten Saisonspiel nach einer makellosen 20:0-Bilanz gegen Amir Safainia, der auch heute noch in Niederhöchstadt aktiv ist, den Kürzeren zog. „Das war natürlich richtig bitter“.

 

Trotz allem ist Frank Schuler aber einer, der nach erfolgreicher Verdauung einer Niederlage schnell wieder seinen beliebten (Wort-)Witz wiederfindet. So schätzt er auch die Momente nach den Verbandsspielen: „Abends nach dem Match mit den Kollegen zusammensitzen und das Spiel Revue passieren lassen - das gehört einfach dazu“. Gleichwohl spricht Schuler in diesem Zusammenhang von „qualitativ hochwertigen Analysen“, aber auch das spiegelt nur sein humoristisches Talent wider.

 

 

 

Natürlich durchwandert man in fast vier Jahrzehnten Tischtennis eine Vielzahl von Mannschaften und hat mehrere Duzend Spielpartner in den verschiedenen Teams. Dennoch fällt es ihm nicht schwer, eine Top-Auswahl seiner Mitspieler aufzustellen: „Hans-Jürgen Schade, Holger Reuter, Herbert Störkel, Marc Rindert und Julian Henrici – das wäre mit mir zusammen die Top 6 der letzten Jahrzehnte“. Angesprochen auf seine Lieblingsdoppelpartner findet sich mit Altmeister Herbert Störkel erneut das Anspacher Urgestein wieder. Neben Jürgen Ernst, den er ebenfalls zu seinen besten Doppel-Partnern zählt, schmuggeln sich aber auch zwei jüngere Spieler: „Mit Florian Jünger hat es auch sehr viel Spaß gemacht und wir waren erfolgreich. Sehr gut klappt es auch mit meinem derzeitigen Stammpartner Matthias Heßel“, berichtet Frank.

 

Freilich gibt es aber auch immer wieder Doppel-Partner, mit denen man gar nicht zu Recht kommt. Das hat meist gar nichts mit persönlichen Dingen zu tun, sondern vielmehr damit, dass schlicht die Spielsysteme nicht miteinander harmonieren. Und dazu gehören mit Hans-Jürgen Schade und Holger Reuter ausgerechnet zwei seiner besten Kumpels, mit denen er nun seit gefühlt zwanzig Jahren in einer Mannschaft spielt. „Aber es passt halt nicht im Doppel, dafür sind Hans-Jürgen und Holger im gemeinsamen Doppel bärenstark“.

 

Privat ist Frank Schuler seit vielen Jahren mit seiner Frau Michaela verheiratet und wohnt in Neu-Anspach. Beruflich hat er einst Versicherungskaufmann gelernt, doch nach bestandenem Diplom-Betriebswirt zog es ihn in die Personalabteilung einer Bank, dessen Leiter er mittlerweile ist. Seine Freizeit verbringt Schuler neben Tischtennis gerne noch mit weiteren Sportarten. So joggt er regelmäßig und sofern es die Zeit zulässt, wird im Sommer auch der Tennis-Schläger geschwungen.

 

Die Frage nach seinem Lieblingsurlaub beantwortet er dann allerdings seinem Alter entsprechend ;-) : „Das war eine Ostsee-Schiffstour über St. Petersburg, Stockholm und Helsinki. Tolle Eindrücke und eine sehr erholsame Zeit.“

 

 

So bleibt also zu hoffen, dass Frank Schuler für die kommenden Aufgaben sportlich gerüstet ist. Mit ihm als Nummer eins steht die Verbandsliga-Mannschaft derzeit auf dem ersten Tabellenplatz. Vielleicht klappt es dieses Jahr ja bereits mit einer Rückkehr in die Hessenliga, aus der man vor zwei Jahren abgestiegen ist.

 

 

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