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12.03.2009:

Jens Schabacker wird Deutscher Vizemeister 

 

 Jens Schabacker konnte sich am vergangenen Wochenende den 2. Platz bei den nationalen deutschen Schülermeisterschaften erspielen !

Nach einem an Spannung kaum zu überbietenden Finale unterlag er Niklas Mattihas vom SV Bolzum (Niedersachsen) knapp im fünften Satz. Auch Marc Rode konnte ins Achtelfinale einziehen und erreichte gemeinsam mit Schabacker die Bronze-Medaille in der Doppel-Konkurrenz.

 

Marc hatte einen schweren Start und musste in seinem ersten Einzel gegen Kilian Ort (Bayern) beim Stande von 1:1 und 8:10 bereits zittern. Er spielte aber konzentriert weiter und gewann noch den dritten Satz. Auch im Vierten bot er eine spielstarke Leistung und konnte somit als Sieger vom Tisch gehen.

Seinem zweiten Gegner, Fabian Frank (Baden-Württemberg), ließ er beim anschließenden 3:0 keine Chance und konnte den ersten Satz sogar mit 11:0 gewinnen. Im letzten Gruppenspiel zeigte er dann, dass er mittlerweile auch psychisch stabiler geworden ist. Er geriet gegen Jonas Lenzen (Nordrhein-Westfalen) überraschend mit 0:2 in Rückstand. Im Anschluss agierte Rode jedoch taktisch diszipliniert und konnte sein Angriffsspiel durchsetzen. Er gewann noch im fünften Satz und hatte somit als Gruppensieger den direkten Einzug ins Achtelfinale geschafft. Hier traf er dann auf Christian Witter aus Schleswig-Holstein, den er bei den letzten beiden Begegnungen im Griff hatte. Das Spiel gestaltete sich zunächst ausgeglichen und Rode musste sich nach gewonnenem ersten Satz im zweiten knapp geschlagen geben.

Im dritten Satz konnte er dann eine 7:4-Führung nicht nutzen und unterlag aufgrund von Konzentrationsschwächen. Im Vierten beherrschte er seinen Gegner zwar wieder deutlich, geriet aber im Entscheidungssatz schnell und etwas unglücklich mit 0:3 in Rückstand. Witter spielte einerseits nun sehr stark und Rode hatte seine Nerven nicht mehr im Griff und verlor dann mit 4:11 recht deutlich.

"Marc muss lernen, jeden Satz konzentriert zu Ende zu spielen. Er war zwar der spielstärkere, hat sich aber mit dem unnötigen Verlust des dritten Satzes selbst in eine schwierige Entscheidungssatz-Situation gebracht, in der dann die Nerven versagten. Wenn es ihm gelingt an dieser Schwäche zu arbeiten, kann er im nächsten Jahr sicherlich auch um den Titel mitspielen", äußerte sich Jugendtrainer Marcel Müller danach.

Jens hat seinen stetigen Aufwärtstrend einmal mehr bestätigt. Nachdem er beim Top 48-Ranglistenturnier den 8. Platz, beim Top 16 dann schon den 5. Platz und beim Bundesranglistenfinale schließlich den 4. Platz belegte, hat er diesmal bis auf den Topspieler Matthias alle anderen deutschen Schüler hinter sich gelassen.

Bis zum Viertelfinale war er eigentlich kaum gefordert. In seiner Gruppe besiegte er zunächst den späteren dritten (!) Anton Adler (Nordrhein-Westfalen) deutlich mit 3:0. Gegen Maximilian Dierks (Niedersachsen) musste er zwar den ersten Satz abgeben, konnte jedoch letztlich ungefährdet mit 3:1 vom Tisch gehen. Auch Daniel Köhler aus Sachsen konnte ihn nicht in Schwierigkeiten bringen und musste mit 3:0 die Segel streichen.

Im Achtelfinale traf er dann auf Andreas Thönissen (Nordrhein-Westfalen), gegen den er zwar den dritten Satz verlor, sich aber ansonsten schadlos hielt und mit 3:1 ins Viertelfinale einzog. In der Runde der letzten Acht wartete dann mit Benedikt Duda (Nordrhein-Westfalen) die Nummer Fünf aus Deutschland, also ein sehr starker Gegner.

Jens musste zum ersten Mal im Turnier an seine Leistungsgrenze gehen. Er konnte zwar mit 3:0 gewinnen, dennoch war es ein sehr knappes Spiel, dass er vor allem in den Schlussphasen der einzelnen Sätze aufgrund seines druckvollen Angriffsspiels dominierte.

Im Halbfinale wartete dann Angstgegener Liang Qui (Baden-Württemberg). Auch hier bot Jens zunächst hervorragendes Tischtennis und konnte mit 2:0 in Führung gehen. Im dritten Satz hatte er dann bereits zwei Matchbälle, die er jedoch nicht nutzen konnte und auch im vierten Satz erwies sich der Sohn des Bundesligatrainers des TTC Frickenhausen als nervenstärker.

HTTV-Trainer Helmut Hampl konnte Jens jedoch nochmal voll motivieren und dieser dominierte dann den fünften Satz bis zum 10:6. Erneut flatterten die Nerven und auch die Matchbälle 3, 4 und 5 konnte Jens nicht nutzen. Den 6. Matchball verwandelte er dann schlussendlich unter großem Jubel. Der Finaleinzug war geschafft.

"Hätte Jens den letzten Matchball nicht genutzt und den 10:10-Ausgleich hinnehmen müssen, wäre ihm der Finaleinzug vermutlich nicht gelungen. Er muss unbedingt daran arbeiten, kaltschnäuziger zu werden und seine Chancen früher zu nutzen.", schlug Müller auch bei Schabacker in die gleiche Kerbe wie vorher bei Rode.

Im Endspiel traf er auf den Turnierfavoriten Niklas Matthias. Zu Beginn des Matches konnte Jens die Nervosität nicht ablegen und geriet schnell mit 0:2 in Rückstand. Seinem enormen Kampfeswillen ist es jedoch zu verdanken, dass er sich nochmal ins Match zurück kämpfte und sich ein dramatisches Finale auf höchstem spielerischen Niveau entwickelte. Nach äußerst langen Ballwechseln und einem hervorragenden Halbdistanz-Spiel von Matthias konnte sich Jens den dritten Satz mit 11:8 sichern. Im vierten Satz war es wiederrum Schabacker, der mit seinem druckvollen Topspinspiel den Niedersachsen in Schwierigkeiten brachte. Dennoch konnte Matthias sich zwei Matchbälle erspielen. Jens behielt aber die Nerven, kämpfte hervorragend und konnte nach Abwehr der Matchbälle den Entscheidungssatz erreichen.

Beide Spieler lieferten sich nun ein packendes Match, in dem der nun etwas offensiver agierende Matthias jedoch letztlich die Nase vorne hatte und mit 11:7 gewinnen konnte.

Trotz der Finalniederlage war es ein hervorragendes Turnier von Jens und der vorläufige Höhepunkt in seiner jungen Karriere.

 

Im Doppel konnten die beiden Anspacher die Erwartungen erfüllen und erreichten nach gewonnenem Achtel- und Viertelfinale die Vorschlussrunde. Hier erwiesen sich dann die späteren Turniersieger Niklas Matthias und Florian Schreiner (Bayern) als zu stark. Die Bronze-Medaille ist dennoch ein toller Erfolg und immerhin sind die beiden das einzige Doppel auf dem Treppchen gewesen, in dem beide Spieler vom selben Verein kommen.

Alle Ergebnisse unter:

http://www.dem-schueler.de/

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